Artikel von Rainer Erd, 12. Mai 2014

Klassik und Popularmusik
Blech inTakt am 11. Mai 2014 in der St. Jakobskirche

Wenn “Blech inTakt” aufspielt, weiß der Zuhörer, dass ihn ein abwechslungsreicher, viel- fältiger Abend erwartet. Diese Erwartungen wurden am 11. Mai 2014, dem Muttertag, nicht enttäuscht, als die 20 Musikerinnen und Musiker in die St. Jakobskirche der Evangelischen Gemeinde Bockenheim pünktlich um 18:00 Uhr einzogen. Auf Einsatz ihres langjährigen Dirigenten, Notker Bohner, hoben die zwanzig Spiellustigen ihre Instrumenten und betörten als Auftakt die Besucher mit drei Tänzen aus der Suite „Terpsichore“ von Michael Praetorius.

Auf das Stück folgte der mythenumwobene, weil nicht zu Ende komponierte „Contra- punctus I“ aus „Die Kunst der Fuge“ von Johann Sebastian Bach. Bei diesem Stück ist die ganze Konzentration und Fertigkeit eines Musikers gefragt. Denn Bach zu spielen ist immer eine musikalische Herausforderung.Auf den komplizierten Bach folgte der Ohrwurm-Kanon von Johann Pachelbel. Einfach beginnend steigert sich das Stück dann in immer kompliziertere musikalische Phrasen, die einem Orchester viel abverlangen. Dass “Blech inTakt” das mühelos kann, hat es schon in vielen Konzerten bewiesen. So stellte dann auch die „Hymne“ von Felix Mendelssohn- Bartholdy keine Herausforderung dar, die die zwanzig Musikerinnen und Musiker nicht virtuos bewältigen konnten.

Hatte sich der Zuhörer nach diesen vier Stücken auf einen Klassikabend eingestellt, so sah er sich freudig überrascht, als – unerwartet für den, der nicht vorher auf den Abend- spielplan gesehen hatte - Blech inTakt den Walzer Nr. 2 aus der Jazz-Suite Nr. 2 von Dmitri Schostakowitsch anstimmte. Das durch den Stanley Kubrick-Film „Eyes White Shut“ popularisierte Stück riss die Zuhörer mit seinem einschmeichelnden Walzertakt zu freudigem Applaus hin. Dieser wurde noch gesteigert, als die Gruppe im zweiten Teil des Abend mit sattem Blechsound zwei populäre südamerikanische Stücke vortrug: „Acuarela do Brasil“ und „Tequila“. Die Mischung aus Klassik und Popularmusik hatte „Blech in Takt“ schon in den letzten Jahren ausgezeichnet. Hier zeigte das Orchester erneut, wie es sein Publikum mit seinem vielfältigen Programm begeistern kann.

Der zweite Teil des Konzertes gipfelte in einem Potpourri aus Musik von legendären Fernsehserien wie „Die Sendung mit der Maus“ u.a. Da blieb dann kein Auge trocken, kein Fuß still und keine Hand unbewegt. Der große Applaus des Publikums, den “Blech inTakt mit Gershwins „Embraceable You“ dankte, zeigte, wie virtuos sich das Orchester unter seinem Dirigenten Notker Bohner in den letzten Jahren entwickelt hat. Man kann das nächste Konzert freudig erwarten.

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