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Von der dritten Plattform des Turms der Dreifaltigkeitskirche blies der Posaunenchor der Evangelischen Markusgemeinde vorweihnachtliche Stücke. (BO/au) FN-Foto: Rüffer

Adventsmusik vom Turm und ein großes Kirchenkonzert
Kantor Ickler arrangierte volkstümliches Weihnachtsprogramm

KUHWALD, Für die Adventszeit hatte sich die evangelische Dreifaltigkeitskirche etwas Neues einfallen lassen und ein sonntägliches Turmblasen arrangiert: Auftakt im Freien zu dem anschließenden Adventskonzert in der Kirche.
Weil die Dreifaltigkeitsgemeinde kein eigenes Posaunenkorps hat, gewann Kantor Horst- Lothar Ickler das Bläserensemble der evangelischen Markusgemeinde für diese Idee. Die zwölf Musiker gegen die Kälte wohlgerüstet, hatten zuerst einmal einige steile Wendeltreppen zu erklimmen, bevor sie auf der dritten Plattform des Kirchturms unter der Leitung von Andreas Möller »Es ist ein Ros einsprungen«, »Alle Jahre wieder«und »Vom Himmel hoch da komm ich her« über die Kuhwaldsiedlung erschallen lassen konnten. Unten hatten sich eine ganze Reihe von Siedlungsbewohnern versammelt und freuten sich über die festliche Stimmung, die das Bläserensemble im Dunkel des Abends verbreitete.
Horst-Lothar Ickler ist nicht nur Kantor der Dreifaltigkeitsgemeinde; seit fünf Jahren lehrt der Musikpädagoge zudem an der Frankfurter Universität und leitet neben dem Kirchenchor seiner Gemeinde auch den Kronberger Taunuschor. Diese glücklichen Umstände ermöglichten es, für die Liebhaber der Kirchenmusik ein besonderes Konzerterlebnis zu gestalten.
Hatte Ickler für das Adventskonzert des vergangen en Jahrs Kompositionen zeitgenössischer Musiker ausgewählt, so entschied er sich diesmal für ein bunt gemischtes Programm eher volkstümlicher Weihnachtsmusik.

Musikalische Geschwister
Die Turmbläser eröffneten das Kirchenkonzert mit einem Instrumentalstück von Johann Staden und trugen gegen Ende eine Komposition von Melchior Franck vor. Unter anderen kamen Chorwerke von Adolf Lohmann (»Engel auf den Feldern singen«), Samuel Scheidt (»O Jesulein zart«) und Ludwig van Beethoven (»Hymne an die Nacht«), begleitet von der Streichergruppe Bruggaier und von der talentierten Musikstudentin Bettina Tempel (Querflöte) zur Aufführung. Mit der Streichergruppe hat es etwas besonderes auf sich. Roswitha (Cello), Christoph (Bratsche) und Monika (Violine) sind Geschwister und alle noch im Teenager-Alter. Das musikalische Talent haben sie vom Vater geerbt, der Musiklehrer ist. Die Geschwister Bruggaier und Bettina Tempel waren auch die Interpreten des Concertinos von Horst- Lothar Ickler» Der Kantor der Dreifaltigkeitsgemeinde hat das Stück während einer Musikfreizeit in Oberitalien komponiert und so ist es auch deutlich von der Heiterkeit der südlichen Landschaft gekennzeichnet.
Georg Friedrich Händels Sonate F-Dur opus 1,11 war sicherlich einer der Höhepunkte des Adventskonzerts. Horst-Lothar Ickler spielte die Orgel, Bettina Tempel die Querflöte. Mit der »Musik zum Advent« trug auch der Blockflötenkreis der gemeinde das seine zum abendlichen Konzert bei.
»Leise rieselt der Schnee«, dieses schöne Weihnachtslied gestalteten die beiden Chöre aus Kronberg und der Dreifaltigkeitskirche durch wechselseitiges Zusingen auf sehr bewegende Weise. Alle Sänger wirkten dann auch im letzten Stück des Abends mit, das als eigentlicher Höhepunkt gelten konte: die Doppelchormotette mit Orgel und Bläsern »Jauchzet dem Herren« von Heinrich Schütz. (BO/mö)

 

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